Das Parlamentarier Essen fand auch dieses Jahr wieder während der Herbstsession statt. Der Einladung des SFV-FSP und seinem Präsident Ständerat Roberto Zannetti folgten auch dieses Jahr 16 Parlamentarier – 13 Nationalräte und 3 Ständeräte. Erfreulich dabei war, dass auch die Romands und vier Nationalrätinnen der Einladung folgen.

Roberto Zannetti stellt die Anwesenden Veranstalter vor. Erwähnt und lobte besonders den 111er als Sponsor des Events und Unterstützer des SFV-FSP und betonte dessen Wichtigkeit!

Philippe Sicher informiert was uns Fischer im Spannungsfeld Politik, Umwelt und Wirtschaft bewegt. Erwähnt wurde dabei insbesondere die Energiestrategie 2050 welche uns Fischer sicher noch längere Zeit beschäftigen wird.

Zudem erwähnt wurde die parlamentarische Initiative von Albert Rösti welche sicherstellen möchte, dass bei anstehenden Neukonzessionierungen von Wasserkraftwerken die erforderliche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vom Ist-Zustand und nicht vom ursprünglichen Zustand vor Bestehen des Kraftwerks ausgeht. Was notabene eine massive Verschlechterung für uns Fischer bedeuten würde.

Weiter wurde auf die zwei Volksinitiativen «Sauberes Wasser für alle» und die vom SFV-FSP lancierte Resolution «Für eine Schweiz ohne Pestizide» hingewiesen! Wir Fischer wollen da nun endlich Taten sehen. Das Bundesamt für Landwirtschaft und die kantonalen Landwirtschaftsämter werden vom SFV darum aufgefordert endlich zu tun, was ihr gesetzlicher Auftrag ist!

Nach diesen klaren Worten ging es zur Vorspeise über. Eine Angeregte Diskussion zwischen den SFV-FSP Vertretern und unseren Volksvertreter nahm ihren Lauf.

Thomas Schläppi war dann der nächste Redner zwischen der Vorspeise und dem Hauptgang. Als Biologe mit Masterabschluss war er der kompetente Mann für mehr Hintergrundinformationen zum Thema «Für eine Schweiz ohne Pestizide».

Die Schweiz ist heute der europäische Spitzenreiter in Sachen versprühte Pestizide zum Verhältnis der Landesfläche. Die Schweizer Landwirtschaft verbraucht durchschnittlich 3x mehr Pestizid als die europäischen Bauern!

Dies hat zu Folge, dass rund 80% der Fluginsekten verschwunden sind. Diese grosse Menge an Biomasse fehlt natürlich auch im Bereich der Gewässer – und fällt somit als Nahrung für die Fische aus – da viele Insektenarten in einem Stadium ihres Lebenszyklus diesen im Wasser verbringen.

Roberto Zannetti betonte in der anschliessenden Diskussion, dass sich die Initiative «Für eine Schweiz ohne Pestizide» nicht gegen die Bauern oder die Landwirtschaft per se richtet, da auch die Bauern längerfristig von einer Schweiz ohne Pestizide profitiert.

Beim klassischen Hauptgang Bielersee Felchen mit Salzkartoffeln wurden die beiden Initiativen von den Anwesenden rege diskutiert!

Sämi Gründler legte den Fokus seiner Information dann auf die Thematik Fischer und gemeinnützige Arbeit. In der Jugendförderung leisten die Fischer viel Freiwilligenarbeit zugunsten der Öffentlichkeit. Das SFV-FSP Projekt «Fischer machen Schule» stiess auch dieses Jahr auf grosses Interesse!

Alles in allem war es wiederum ein sehr gelungener Anlass welcher auf erfreulich viel Resonanz stiess! Für uns Fischer sicher eine gute Gelegenheit unsere Anliegen im persönlichen Gespräch mit unseren Volksvertretern zu diskutieren und vertreten.