Saisonschluss im Jura

Der argebeutelte Doubs geriet in letzten Jahren immer mehr in die negativen Schlagzeilen. Nach der letztjährigen machtvollen Demonstration der Fischer in Goumois wurden erste Gesundungsmassnahmen eingeleitet. Ein aktueller Augenschein.

Der Herbstausflug des 111er-Clubs führte in den Jura mit dem Besuch der Fischer-Mekka Goumois, Soubey und St. Ursanne. Am letzten Septemberwochenende trafen sie viele Gleichgesinnte am Wasser, die die letzten Tage der Forellensaison geniessen wollten. Erfreulicherweise sah man keine kranken Fische mehr wie noch vor Jahresfrist.

Im Gegenteil, da und dort standen Forellen, auch grosse. Wer mit Polaroidbrille geduldig spähte, konnte auch Äschen entdecken. Und natürlich grossgewachsene Alet. Vergleichsweise ausgedrückt: der Patient hat die Intensivstation verlassen und nun hoffen wir, dass die Krankheiten durch Gewässerverschmutzungen und Schwall/Sunk-Betrieb nachhaltig behandelt werden.

Fliegenfischen nach wie vor «en vogue»

 

Watenhosen sind am Doubs «nicht gerne gesehen». Ein eigentliches Watverbot gibt es in der Franco-Suisse-Strecke nicht mehr. Trotzdem wollen wir doch darauf schauen, dass die Unterwasserfauna und Flora nicht unnötig strapaziert wird. Also bitte Gummistiefel, Hüftstiefel oder Wathosen-Shorties (wie normale Hosen geschnitten) verwenden.

Wer mit der Fliegenrute fischt, nimmt meistens eine 5er Rute. Oft ist es jedoch von Vorteil etwas weiter werfen zu können! Da die Fische längere Steigphasen haben, wird vielfach mit einer Schwimmschnur gefischt. Damit lassen sich auch Nymphen fischen – mit einem längeren Vorfach.

Bei den Fliegen und Nymphen sind natürlich die klassischen Doubs Muster angesagt. CDC der Grösse 10 bis sehr klein in verschiedenen Farben. Zum Saisonende sind Rotspinner und Caenis (hell und klein) aktiv. Also eine MP 81 Grösse 12 und 14 von Marc Petitjean tut sicher ihre Dienste. Auch die Nymphen dürfen klein sein. Spindelförmige Baetisimitationen und runde Pallarettas fangen in Grössen 14 bis 18.