Neujahrsapéro in Hurden am See

Am traditionellen Neujahrsapero des 111er Club legte der neue Fischereichef im BAFU bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seine Ziele offen.

Kaum eine Woche im Amt formulierte Andreas Knutti am 8. Januar in Hurden sein Leitbild für seine verantwortungsvolle Aufgaben im BAFU. Nach reiflicher Überlegung hatte er zum Jahreswechsel vom WWF Schweiz, wo er viel für die Gewässer und die Fische bewegen konnte, ins Bundesamt für Umwelt nach Bern gewechselt. Seine Vision für das Jahr 2050:

«Unsere Kinder fischen mit Freude und Erfolg an fischreichen und naturnahen 
Gewässern.»

Bereits dieser einleitende Satz liess die Herzen der über 90 anwesenden 111erinnen und 111er höher schlagen. Der engagierte Sportfischer formulierte noch weitere interessante Ziele:

  • Schutz und Aufwertung der Fisch-Lebensräume
  • Wanderhindernisse sanieren flussaufwärts und abwärts
  • Aktionsplan Wanderfische (Seeforelle, Barbe, Nase und… Lachs)
  • Beurteilung Wasserbauprojekte, gute Praxis bei Neuanlagen und Erneuerungen mitgestalten
  • Sanierung Schwall/Sunk
  • Entschärfung des Prädatoren-Konflikts
  • internationale Zusammenarbeit bei Grenzgewässern
  • Unterstützung von Gewässeraufwertungen. Es stehen jährlich 700 000 Franken für Revitalisierungen usw. zur Verfügung
  • Ausbildung und Jugendförderung
  • Kommunikation aus dem BAFU offen und regelmässig

Als Schlüssel zum Erfolg bezeichnete Andreas Knutti die Zusammenarbeit mit den Fischern. Damit verdiente er Applaus und lobende Worte des 111er-Präsidenten Hansjörg Dietiker, der seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, dass es den Schweizer Fischen künftig besser gehen sollte.

111er Club an der Fischen-Jagen-
Schiessen

Am ausserordentlich gut besuchten Anlass stellte Hauptautorin Marion Mertens das neue Lachsbuch vor, das jedes 111er-Mitglied als Geschenk mitnehmen konnte, ebenso wie den Urner Fischkalender 2012 («Petri-Heil» berichtete). Eine originelle Fischerpredigt und fetzig traditonelle Klänge des Trios alphorn.next rundeten den gelungenen Anlass stimmungsvoll ab.

Der Sponsorenclub verzeichnete in den letzten beiden Jahren einen guten Mitgliederzuwachs und strebt nun die 100er-Grenze an. Er wird an der Ausstellung in Bern vom 16. bis 19. Februar präsent sein mit einem 111er-Tisch zwischen SFV/«Petri-Heil»-Stand und Fischerbar. Mit einer Dokumentation über den beeindruckenden Leistungsausweis der letzten Jahre will man neue Mitglieder gewinnen, die bereit sind die Schweizer Fischerei wirkungsvoll zu unterstützen. Der Club bietet wenige, aber gehaltvolle Anlässe zur Stärkung der Fischerfreundschaften, organisiert aber auch «Fischerausflüge mit Freunden».

cjd