Neujahrsapero 2011 – Schloss Apro Seefeld Kanton Uri

Der traditionelle Neujahrsapero des Sponsorenclubs fand zu Ehren des 111-Jahr-Jubiläums des Urner Fischereivereins in Seedorf statt.

An diesem Anlass legte Martin Huber die Resultate der Umfrage vor, die deutlich aufzeigt, dass die Fischer gesamthaft gesehen unzufrieden sind mit der fischereilichen Tierschutzregelungen. Auf die Frage, ob das Zurücksetzen gefangener Fische erlaubt sein soll, reagierte eine grosse Mehrheit mit Zustimmung.

Gemäss Tierschutzgesetz darf nur mit der Absicht gefischt werden, einen verwertbaren Fisch dann auch wirklich zu verspeisen: Auch das Verbot des lebenden Köderfisch stösst mehrheitlich auf Ablehnung. Sogar das Widerhakenverbot erachten nur 39% als sinnvoll. Hingegen haben die Vorschriften betreffend Betäubung und Tötungsmethoden eine zustimmende Mehrheit. Wenn es dann aber um den vorgeschriebenen Kiemenschnitt beim Köderfisch-Töten geht, sieht es anders aus: Die Bestimmungen zu Hälterung und Transport werden je von der Hälfte der Befragten abgelehnt resp. befürwortet.

Die detaillierten Auswertungen der Umfrage werden nun in der SFV-Geschäftsleitung analysiert und mit den kantonalen Verwaltungen und den Kantonalverbänden diskutiert. Danach werden Forderungen für die «Nachbesserung» der Vorschriften formuliert.

Ein grosses und ein kleines Jubiläum

Der Urner Fischereiverein feiert sein 111-Jahr-Jubiläum mit einem eindrücklichen Veranstaltungsprogramm, das auch breite Jugendförderung und viel Öffentlichkeitsarbeit beinhaltet. Der 111er-Club seinerseits ist erst zehnjährig, «hat aber bereits 111 gute Taten und in diesem Jahrzehnt über eine halbe Million Franken in fischereiliche Projekte investiert», wie Präsident Hansjörg Dietiker in seiner Eröffnungsrede betonte.

Der Neujahrsapero vom 9. Januar im Urner Schloss Apro fand mit Rekordbeteiligung und dem Aufmarsch des gesamten UFV-Vorstands, dem Urner Bewirtschaftungsobmann Hans-Ruedi Zieri und Ehrenpräsident Ruedi Hauser statt. Nach einem unterhaltsamen Rückblick auf 111 Jahre bewegte Vereinsgeschichte genossen die Teilnehmer gemeinsam ein Mittagessen mit viel Urner Spezialitäten.

cjd